Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat am 18. Februar 2026 angekündigt, das Angebot der Erstorientierungskurse (EOK) bis Juni 2029 deutlich auszubauen. Dafür sind nach BAMF-Angaben rund 134 Millionen Euro vorgesehen; im Haushalt 2026 stehen bereits 23 Millionen Euro bereit. Insgesamt soll das Angebot um etwa 60 Prozent wachsen. Die Finanzierung erfolgt über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union.
Nach Angaben des BAMF richten sich diese Kurse vor allem an Menschen, die noch keinen Integrationskurs besuchen können oder für die ein Integrationskurs zunächst nicht das passende Format ist. Anspruch auf einen Integrationskurs haben nach einer Verfügung des Bundesinnenministeriums seit 2026 nur noch Menschen „mit dauerhafter Bleibeperspektive in Deutschland“. (tuenews berichtete: Weniger Förderung bei Integrationskursen – tuenews und Kritik an Stopp freiwilliger Integrationskurse – tuenews)
In den Kursen werden erste Deutschkenntnisse sowie Orientierung für den Alltag in Deutschland vermittelt, etwa zu Arbeit, Einkaufen, Wohnen, Gesundheit, Kita und Schule, Mobilität sowie zu Regeln und Werten des Zusammenlebens. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Ein Kurs besteht aus sechs Modulen mit jeweils 50 Unterrichtseinheiten und umfasst damit insgesamt 300 Unterrichtseinheiten.
Nach Angaben des Landratsamts Tübingen finden im Kreis Tübingen derzeit keine Erstorientierungskurse statt, da die Mittel dafür bereits aufgebraucht sind. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass in der nächsten Förderperiode ab November 2026 solche Kurse wieder durchgeführt werden können.Siehe: https://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/260218-ausbau-sprach-und-erstorientierungskurse.html?nn=282388&utm_
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