9. Januar 2026

Der beste Weg zur deutschen Handynummer

In Deutschland braucht man fast überall eine deutsche Handynummer: Bank, Krankenversicherung, Jobcenter, Schule und Vermieter fragen danach. Auch bei Online-Registrierungen wird sie verlangt. Zum Glück kann man eine SIM-Karte meist schon in den ersten Tagen nach der Ankunft nur mit Reisepass bekommen.

Prepaid oder Vertrag

In Deutschland gibt es zwei Hauptformen des Mobilfunks: Prepaid (ohne Vertragsbindung) und Vertrag (Postpaid). Wenn noch keine Meldeadresse oder kein deutsches Bankkonto vorhanden ist, ist eine Prepaid-SIM mit Bezahlung per Guthabenkarte am unkompliziertesten. Man kauft ein Starterpaket im Supermarkt oder in der Drogerie, registriert die SIM-Karte auf den eigenen Namen und lädt bei Bedarf Guthaben auf.
Später, wenn eine offizielle Anmeldung erfolgt ist und ein Konto eröffnet wurde, können die Kontaktdaten beim Anbieter aktualisiert oder ein Wechsel zu einem anderen Tarif oder Anbieter vorgenommen werden. Ein Vertrag bei einem Mobilfunkanbieter ist oft günstiger, wenn man lange in Deutschland bleibt: feste monatliche Kosten, mehr Datenvolumen, manchmal ist im Tarif auch ein Handy inklusive. Dafür braucht man in der Regel ein deutsches Bankkonto (IBAN), eine feste Adresse und oft eine Schufa-Prüfung – deshalb ist Prepaid für den Start meist die bessere Wahl.

SIM-Karte aus der Drogerie

Prepaid-SIM-Karten bekommt man in großen Supermärkten (Rewe, Edeka, Kaufland), Drogerien (dm, Rossmann, Müller), an der Kasse in Discountern (Aldi, Lidl, Netto, Penny), in Elektronikmärkten (MediaMarkt, Saturn) oder in den offiziellen Shops der Anbieter (Telekom, Vodafone, O2 und andere). Auf der Verpackung sieht man, zu welchem Netz der Tarif gehört und was enthalten ist: Datenvolumen, Minuten, SMS sowie der Grundpreis pro Monat. In den Shops der Betreiber hilft das Personal oft direkt bei Registrierung und Aktivierung. Eine weitere Möglichkeit sind eSIM-Tarife: Die SIM wird digital auf das Handy geladen, wofür ein eSIM-fähiges Smartphone und ein stabiler Internetzugang nötig sind.
Einfache Prepaid-Tarife mit wenig Datenvolumen gibt es oft schon ab etwa fünf bis acht Euro pro Monat, umfangreichere Pakete mit mehr Gigabyte liegen je nach Anbieter zwischen 10 und 20 Euro.

Welche Dokumente werden benötigt?

Für jede deutsche SIM-Karte ist eine Identifizierung vorgeschrieben. Auch die KundInnen müssen sich in Deutschland nach dem sogenannten Anti-Terror-Gesetz ausweisen. Daher kann eine SIM-Karte nicht anonym genutzt werden. Meist reicht ein biometrischer Reisepass oder ein Ausweis. In vielen Fällen werden ausländische Reisepässe – zum Beispiel auch ein ukrainischer Pass – akzeptiert, auch wenn noch kein Aufenthaltstitel vorhanden ist. Für Verträge verlangen Anbieter zusätzlich eine deutsche Meldeadresse, eine IBAN und oft eine Schufa-Auskunft. Dafür wird bei der Auskunftei Schufa abgefragt, ob jemand Schulden hat oder in der Vergangenheit Kredite nicht zurückzahlte. Bei Prepaid reicht in der Regel das Ausweisdokument; dazu gibt man die aktuelle Wohnadresse an – die eigene Wohnung, das Wohnheim, die Unterkunft oder eine Adresse bei Freunden.

Der richtige Tarif

Für den Alltag ist ein Paket mit Datenvolumen (zum Beispiel 5 bis 15 GB für 28 oder 30 Tage) und Freiminuten in deutsche Netze praktisch. Die meisten Prepaid-Tarife laufen 28 oder 30 Tage und verlängern sich nur, wenn genügend Guthaben vorhanden ist. Man sollte auf Geschwindigkeit, Datenvolumen und Preis achten und überlegen, wie viel mobiles Internet man wirklich braucht – zum Beispiel für Navigation, Messenger, E-Mails und Online-Banking. Wer mehr Datenvolumen benötigt oder viel streamt, findet Tarife mit 15 bis 30 GB in der Regel im Bereich von etwa 15 bis 25 Euro pro vier Wochen. Wer länger in Deutschland bleibt, eine feste Arbeit und ein deutsches Konto hat, kann später von Prepaid auf einen Vertrag mit größerem Datenvolumen und zusätzlichen Leistungen umsteigen.

Guthaben aufladen und Tarife verwalten

Guthaben für Prepaid-Tarife kann man in Supermärkten, Drogerien, Tankstellen oder online kaufen. An der Kasse bekommt man einen Bon mit Aufladecode, der per Kurzwahl oder im Kundenkonto eingegeben wird. Viele Anbieter haben eigene Apps, in denen man das aktuelle Guthaben, das verfügbare Datenvolumen und das Ende der Laufzeit sehen, Tarifoptionen buchen oder ändern und eine automatische Aufladung einstellen kann. Bei Verträgen wird der monatliche Betrag automatisch vom Bankkonto abgebucht; im Online-Kundenbereich oder in der App lassen sich Rechnungen einsehen, Optionen dazubuchen oder – nach Ablauf der Mindestlaufzeit – kündigen. Einfache Laufzeitverträge mit Smartphone-flat und mittlerem Datenvolumen beginnen oft im Bereich von 20 bis 30 Euro im Monat, je nach Netz und Zusatzleistungen.

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