2. Juli 2026

Deutschlandfunk bei den Jugendguides

Am Sonntag, dem 21. Juni 2026 führten sechs Tübinger Jugendguides durch die Altstadt. Mit dabei war Katja Hanke vom Deutschlandfunk. Die Reporterin reiste aus Berlin an, um vor Ort Originaltöne der Jugendguides aufzunehmen. Insbesondere interessierte Sie dabei die Motivation der Jugendguides.

Theresa meinte beispielsweise, „dass es heutzutage wichtig ist, darüber zu sprechen und sich zu erinnern, was für schlimme Sachen eigentlich passiert sind.“

In der Münzgasse, vor der ehemaligen Tübinger Polizeidirektion, beschrieben Atilla, Emil und Theresa anhand historischer Originaldokumente, wie die Verfolgung und Deportation der Tübinger Juden und Jüdinnen von hier aus koordiniert wurde.
Von dort aus setzte die Gruppe ihren Weg durch die Altstadt fort und die Jugendguides Lana und Emma machten in der Hirschgasse Halt. Sie baten Atilla den Stolperstein von Rosalie Weil vorzulesen, die im Juli 1940 in der Tötungsanstalt Grafeneck im Zuge der „Euthanasie“-Morde umgebracht wurde. Lana und Emma zeigten Quellen und ergänzten den Stolperstein um einen Teil der Biografie Rosalie Weils, stets begleitet vom Mikrofon des Deutschlandfunks.
Die letzte Station der Führung befand sich auf dem Holzmarkt. Dort stellten Pia und Anna die Familien Schäfer und Oppenheim vor, die hier vormals ein Modegeschäft hatten. Dessen Betrieb ruinierten die rassistische Wirtschaftspolitik samt Boykottaufrufen der NSDAP.

Wer hören möchte, welche Originaltöne Katja Hanke von den Jugendguides aufgenommen hat, kann den Beitrag in der Sendung „Zeitfragen“ am 8. Juli 2026 ab 19:05 hören. Ab dann ist der Beitrag außerdem als Podcast auf der Website des Deutschlandfunks, unter der Sendung „Zeitfragen“ zum Download verfügbar.