8. Oktober 2026

Fast jede dritte Familie hat eine Einwanderungsgeschichte

Fast jede dritte Familie in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. Im Jahr 2025 waren es 31 Prozent. 2005 lag der Anteil noch bei 17 Prozent. Das zeigen neue Ergebnisse des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Was bedeutet „Einwanderungsgeschichte“?

Als Familie mit Einwanderungsgeschichte gilt eine Familie, wenn beide Elternteile beziehungsweise der alleinerziehende Elternteil seit 1950 nach Deutschland eingewandert oder Nachkommen von Eingewanderten sind.
Daneben gibt es Familien mit einer sogenannten einseitigen Einwanderungsgeschichte. Bei ihnen ist nur einer eingewandert oder Nachkomme von Eingewanderten. Ihr Anteil stieg zwischen 2005 und 2025 von 6 auf 9 Prozent. Der Anteil der Familien ohne Einwanderungsgeschichte sank im selben Zeitraum von 77 auf 61 Prozent.

Zuwanderung verändert die Familienstruktur

Besonders stark stieg der Anteil der Familien mit Einwanderungsgeschichte zwischen 2013 und 2017 sowie 2022 und 2023. Diese Entwicklung steht laut Destatis unter anderem im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus Syrien und der Ukraine.
Eine Rolle spielt außerdem, dass viele Nachkommen von Eingewanderten inzwischen erwachsen sind und selbst Familien gegründet haben. Eingewanderte und ihre Nachkommen sind zudem im Durchschnitt jünger und leben häufiger in Familien.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt in Familien

Insgesamt lebten 2025 rund 49 Prozent der Bevölkerung in Deutschland als Eltern oder Kinder in einer Familie. 1996 waren es noch 57 Prozent. Seit Mitte der 2010er-Jahre ist dieser Anteil weitgehend gleich geblieben. Laut Destatis trägt die Zuwanderung dazu bei, den Familienanteil an der Bevölkerung zu stabilisieren.

Weitere Informationen:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_N065_12.html

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