9. Januar 2026

Im Iran gibt es wieder Massenproteste

Die Lage im Iran spitzt sich immer mehr zu. Seit Ende 2025 demonstrieren Menschen gegen ihre miserable wirtschaftliche Situation. Zunehmend richtet sich der Protest auch gegen das Mullah-Regime. Die Staatsmacht reagiert hart. Es gibt viele Tote, darunter auch Kinder, Verletzte und massenhaft Verhaftungen.
Auslöser für die neue Protestwelle war der Devisenkurs. Der Wert der Landeswährung Rial stürzte massiv ab. Zunächst gingen Händler in der Hauptstadt Teheran auf die Straße. Sie fürchten um ihre Existenz. Und: Die Inflation – mehr als 50 Prozent – sowie hohe Mieten sorgen dafür, dass sich die Bevölkerung selbst Nahrungsmittel und alltägliche Dinge nicht mehr leisten kann.

Regime: keine Nachsicht mit „Unruhestiftern“

Schnell weiteten sich die Proteste von Teheran auf zahlreiche andere Städte aus. Die Demonstrationen richten sich verstärkt gegen die iranische Staatsmacht. Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi erklärte, es werde keine Nachsicht mit „Unruhestiftern“ geben. Auch der oberste Führer Ajatollah Chamenei forderte ein hartes Vorgehen gegen die angeblichen „Feinde des Landes“. US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits den Herrschenden im Iran eine harte Reaktion an, sollten sie wieder Menschen töten wie in der Vergangenheit.
Zur Erinnerung: Schon 2022/2023 gab es eine landesweite Protestwelle unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“. Auslöser dafür war der gewaltsame Tod von Jina Mahsa Amini im Polizeigewahrsam – siehe tun22102401
Mit brutaler Gewalt schlug die iranische Staatsmacht diese Proteste nieder.

Irans engster Verbündeter floh aus Syrien

Das iranische Regime steht heute anders da als noch vor drei Jahren. Politische Analysten nennen ein paar Gründe. Israelische Angriffe haben die Hisbollah im Libanon geschwächt. Die Huthis im Jemen sind weniger vom Iran abhängig. Und vor allem der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist gestürzt. Er war Irans engster Verbündeter.

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