25. Februar 2026

Kulturpolitik und Kulturverwaltung im Tübingen der Nachkriegszeit (1945-1949)

von Prof. Dr. Edgar Lersch

Die besondere Qualität und Vielfalt des Kulturlebens in Tübingen zwischen 1945 und 1949 fand in den 1950er Jahren keine Fortsetzung.[1] Die Voraussetzungen dafür waren nicht mehr gegeben. Einflussnahmen wie Förderungen seitens des französischen Besatzungsregimes gingen zurück, die stabilisierte Währung erforderte realistische Finanzierungen bzw. führte bei den Besuchern dazu, beim ‚Kulturkonsum‘ Zurückhaltung zu üben. Somit brachen dem Kulturbetrieb auch ein Großteil der Einnahmen weg. 

Das nachfolgende Jahrzehnt stand zweifellos im Schatten der einmaligen Kultur(schein)blüte. Katalog und Ausstellung zum Kulturleben der 1950er Jahre – „Neuanfang?!“ – belegen gleichwohl, was Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft unter den veränderten Bedingungen zu leisten imstande waren.[2] Realisierbar war dies auch deshalb, weil nach dem II. Weltkrieg eine bis dahin nicht vorhandene kulturadministrative Struktur aufgebaut und rührige Kulturamtsleiter eingestellt wurden. Waren sich die Stadtväter auch klar darüber, welches kulturpolitische Konzept für eine Stadt von der Größe Tübingens mit damals etwa

40 000 Einwohnern – gleichwohl Sitz einer Universität – jetzt angemessen wäre?

Die französische Besatzungsmacht als Initiator und Promotor des Kulturlebens

Die glanzvollen, vor allem Kunstevents, die bedeutenden Ausstellungen in der Stadt zwischen 1946 und 1949 waren Teil der besatzungspolitischen Strategie der französischen Besatzungsmacht. Nicht zuletzt mangels eigener ökonomischer Ressourcen bemühte sie sich mit ‚Spielen‘ anstelle von ‚Brot‘ die Entbehrungen der Mangelsituation, die Härten der Entnazifizierung zu kompensieren und so etwas wie eine Annäherung an den ‚Erbfeind‘ durch  Kulturangebote zu initiieren.[3] Bei der Organisation der repräsentativen Veranstaltungen fast ausschließlich in der Hauptstadt des zu ihrer Besatzungszone gehörenden südlichen Teils von Württemberg (samt den ehemals zu Preußen gehörenden Regierungsbezirk Hohenzollern) stützte sich die gleichfalls in Tübingen ansässige Militärregierung für dieses Land vornehmlich auf die Landesdirektion für Kultur der 1945 bis 1948 „Staatssekretariat für Württemberg-Hohenzollern“ bezeichneten Regierung. Hier waren es insbesondere das Kunstreferat und das Landesdenkmalamt mit seinem Leiter Gustav Adolf Rieth, die die Ausstellungen und etwa die „Kunstwochen“ in den Sommern 1946 und 1947 organisierten.[4] Wie wichtig der direkte Draht von Militär- zu Landesregierung war, illustriert etwa die Tatsache, dass repräsentative Ausstellungsräume im Archäologischen Institut der Landesuniversität an der Wilhelmstraße bereitgestellt wurden. Die bereits während des Krieges ausgeräumten raumgreifenden Gipsabdrücke antiker Kunstwerke kamen vorerst nicht zurück: so konnte das „Kunstgebäude“ eingerichtet werden.[5] Vergleichbare Räumlichkeiten standen später nicht mehr zur Verfügung. Mit Rückkehr der Antikensammlung 1949 erwies sich dies als großes Problem für städtische Vorhaben auf dem Gebiet des Ausstellungswesens in den folgenden Jahren.[6]

Die Anfänge städtischer Kulturverwaltung: Organisation und Unterhalt des Städtischen Schauspielhauses  

Die Stadtverwaltung unternahm nach Kriegsende bzw. dem Beginn der französischen Besetzung keine eigenständigen Initiativen, wieder Kulturangebote in der Stadt zu organisieren. Vielmehr wurde sie von den Franzosen dazu angehalten, ein Schauspielhaus einzurichten. Unter anderem für dessen organisatorische sowie finanzielle Betreuung und späterer eigener kulturpolitischer Initiativen installierten in der Folge Verwaltungsspitze und Rat zögerlich ein bis dato nicht vorhandenes Kulturamt und beriefen als dessen Chef einen Kulturreferenten.

Im Sommer 1945 hatten auf dem Tübinger Marktplatz Theaterleute und Schauspieler, die es in den (Nach-) Kriegswirren nach Tübingen verschlagen hatte, das Shakespeare-Drama „Romeo und Juli“ eingerichtet und aufgeführt. „Noch während der Tübinger Marktplatzfestspiele 1945 traten Dr. Günther Stark und Wolfgang Müller[7] mit dem Vorschlag hervor, hier ein ständiges Theater einzurichten. Doch fand sich keine Bereitschaft bei der Stadtverwaltung, bis sich die Militärregierung einschaltete (Oberst Huchon und Capitän [sic] Ermann) und die Bedenken in finanzieller Hinsicht überwand.“ Auch ein städtischer Klangkörper, das Kammerorchester wurde auf Drängen der Franzosen eingerichtet.  Beide Einrichtungen firmierten verwaltungstechnisch als „besondere Unternehmen der Stadt im Sinne § 67 Abs.1. der Deutschen Gemeindeordnung“, die vom Sparkassenobersekretär Karl Hermann als Geschäftsführer betreut wurden.[8] Auf Wunsch der Besatzungsmacht kam noch im Herbst 1945 als Träger des „Städtischen Schauspielhauses“ die Stadt Reutlingen hinzu. Bereits 1947 ging das Städtische Kammerorchester in der Schwäbischen Philharmonie Reutlingen auf, nachdem Tübingen die hohen Zuschüsse nicht mehr tragen wollte.[9] Dem Musikleben der Stadt tat dies jedoch keinen Abbruch, da bis zur Währungsreform und darüber hinaus immer wieder über die „Veranstaltungsinflation“ geklagt wurde. Damit war in erster Linie das kaum steuerbare große Angebot im Musikleben gemeint.[10]

Für die Finanzierung von Orchester und Theater waren die von der Besatzungsmacht ernannten Oberbürgermeister Viktor Renner (Juni 1945 bis Ende Dezember 1945) und von Anfang Januar 1946 Karl Hartmeyer (der am 15.09.1946 gewählt bis Ende Dezember 1948 im Amt war) im Zusammenwirken zuerst mit dem von den Franzosen ernannten Stadtbeirat, nach der Kommunalwahl am 15.09.1946 dem Gemeinderat. Ein Kulturamt bzw. einen Kulturreferenten gab es (noch) nicht. Von einem unterstützenden Apparat für den im Juli 1945 als ehrenamtlicher Presse- und Kulturbeauftragter benannten Journalisten Will Hanns Hebsacker ist nichts bekannt. Überliefert ist von ihm ein Konzeptionspapier für die künftige Kulturarbeit der Stadt, ansonsten war seine Beauftragung nur ein kurzes Intermezzo. Denn bereits im September 1945 wurde er von der Besatzungsmacht als einer der Lizenznehmer und Herausgeber des „Schwäbischen Tagblatts“ ernannt und wird in Sachen städtischer Kulturpolitik und -verwaltung nicht mehr erwähnt.[11] Die wenigen Tagesordnungspunkte von Stadtbeirat bzw. Gemeinderat zu Kulturfragen betrafen bis 1947 die beiden Einrichtungen: Kammerorchester und Städtetheater, und hier ging es ausschließlich um deren Finanzierung.[12]  

Ein Kulturamt wird errichtet und ein Kulturreferent bestellt 

Nach den Kommunalwahlen am 15.September 1946 wurden Gemeinderatsausschüsse gebildet, damals noch „Abteilungen“ bezeichnet, unter ihnen auch einer für Kultur. Doch deren Tätigkeit verzögerte sich. Eine Gemeinderatssatzung, die Zuständigkeiten und Abgrenzungen zum Plenum des Kommunalparlaments und zur Stadtverwaltung auf rechtssichere Füße stellte, wurde ausgearbeitet. Angesichts von deren langwieriger Genehmigung durch die Landesdirektion des Innern stockte die gestaltende Tätigkeit von Rat und Verwaltung. So konstituierte sich die „Kulturabteilung“ erst im Sommer 1947 und fasste erste Beschlüsse auf dem Gebiet der Kulturverwaltung. In der ersten Sitzung am 01.Juli 1947 – nun mit sechs Gemeinderatsmitgliedern anstelle von ursprünglich vorgesehenen vier mit je einem weiteren Mitglied von Staatssekretariat und Universität – [13] hieß es, dass die Kulturabteilung „nach Bedarf zusammen [trete] und […] zu einzelnen Punkten weitere Personen aus dem Kreis des bisherigen Kulturausschusses hinzuziehen [kann]. Die Kulturabteilung befasst sich mit allen kulturellen Fragen, die die Stadt angehen, einschließlich der Schulen.“[14]

Doch bereits vor dieser Sitzung war ein hauptamtlicher Kulturreferent berufen worden – wenn auch nur verwaltungsintern – und schon länger daran gearbeitet worden, einen solchen zu installieren. Vom Ende August 1946 ist eine Liste mit den „Aufgaben des Leiters des Städtischen Presse- und Kulturamts“ überliefert.[15] Angesichts der sich hinziehenden Genehmigungen der Gemeindesatzung (etwa in Bezug auf Ausschüsse, Wahlen und Ernennungen) wurde Anfang 1947 ein für Kulturfragen Verantwortlicher. Druck von außen war diesbezüglich entstanden, weil der Kunstreferent der Landesdirektion für Kultus, Erziehung und Kunst, Regierungsrat Rosengarten am 05.Dezmber 1946 bei der Stadtverwaltung angemahnt hatte, einen Kulturreferenten zum Jahresanfang 1947 zu berufen, „da die in diesem Ressort anfallenden Arbeiten nicht mehr vom Staatssekretariat miterledigt werden können.“[16]

Dass der seit dem 15.Juli 1945 in städtischen Diensten tätige Otto Bartels bereits seit Anfang Februar Leiter des ‚Kulturamts‘ war, geht aus einer ihn betreffenden Besoldungsunterlage hervor.[17] Bartels (1897 – 1978) erhielt von OB Hartmeyer in Erweiterung seiner sonstigen Zuständigkeiten auch Verantwortung für das noch nicht förmlich errichtete Kulturamt. Dies war nur deshalb möglich, weil Bartels (noch) kein Kommunalbeamter war. Der Sohn eines hochrangigen SPD-Politikers im Preußen der Weimarer Republik war nach Zerstörung seiner Berliner Wohnung nach Tübingen gekommen und hatte sich wenige Tage nach seiner Rückkehr von der Wehrmacht im Juli 1945 bei der Stadtverwaltung um eine Anstellung beworben.[18] Der gelernte Buchhändler und Druckereifachmann, in der NS-Zeit „Mitinhaber einer graphischen Kunstanstalt“, war politisch nicht belastet.[19] Bartels, der als stellvertretender Leiter des Wohnungsamtes seit 01.November 1945 den irreführenden Titel „Stadtrat“ trug, erweist sich als einer der engsten Mitarbeiter von OB Hartmeyer.[20] Hochengagiert und mit Organisationstalent versehen, vielseitig interessiert und einsetzbar, war er durch seinen Lebenslauf kenntnisreich eben auch in Fragen von Kultur und Kunst. Seit seiner Bestellung als Kulturreferent ergriff er im Plenum des Gemeinderats im ersten Halbjahr 1947 bei den wenigen Tagesordnungspunkten zu Kulturfragen, meistens zu den Problemen des Schauspielhauses, das Wort und vertrat den Standpunkt der Verwaltung.

Am 09.Juni 1947 richtete der Gemeinderat eine Beamtenstelle für die Leitung des Kulturreferats ein und wählte Bartels als einzigen Kandidaten und faktischen bisherigen Stelleninhaber mit der Eingruppierung als Amtmann. Nach Prüfung durch die Aufsichtsbehörde wurde er ohne laufbahnrechtliche Voraussetzungen am 01. Dezember 1947 zum Beamten ernannt. Er behielt auf Wunsch von OB und Gemeinderat die Aufgabe des Personalreferenten der Stadtverwaltung Tübingen bei. Das spricht für seine Integrität angesichts der Entlassungs-, Entnazifizierungs- und Wiedereinstellungsverfahren. Dass er ein ‚Neuling‘ in der Stadtverwaltung war ohne Loyalitätsverpflichtungen gegenüber langjährigen Kollegen, qualifizierte ihn vermutlich dafür besonders.[21]

Bartels kulturpolitisches Konzept war von den volksbildnerischen Vorstellungen der Sozialdemokratie geprägt, zusammengefasst  etwa in seinem Statement im Gemeinderat: „Das Theater … ist als Kulturträger so wichtig wie die Schule, weil es eine Bildungsstätte des Volkes ist; denn die durch die Schwere der Zeit gepeinigten Menschen suchen Entspannung bei der Kunst, und die Sehnsucht der kunstliebenden Menschen wächst aus der elenden Flachheit heraus zu kommen, sie sehnen sich nach Klarem, Schönen und Reinen.“[22] In einem seltenen Statement zur Kultur bekannte sich OB Hartmeyer zur Funktion der [deutschen] Kultur als Mittlerin der Versöhnung gegenüber den von Deutschland mit Krieg und Leid überzogenen europäischen Nachbarn.[23] Und der KPD-Stadtrat  Ferdinand Zeeb mahnte an, dass das Angebot des Theaters „auf den Geist der neuen Zeit mehr Rücksicht nehmen sollte“ aber auch die ‚einfacheren‘ Leute, das Volk nicht aus den Augen zu verlieren.[24] Damit sind auch die kulturpolitischen Statements im Gemeinderat aufgezählt. Ansonsten sorgten sich die Stadträte in Sachen Kultur bzw. in Angelegenheiten des Theaters um die Höhe der Ausgaben. Dass mit Schauspielhaus-Intendant Paul Rose aus Berlin „großstädtisches Theater“ in Tübingen auch nach dem Weggang einiger Schauspielergrößen zu sehen war, mussten Oberbürgermeister und Kulturreferent den Stadträten ins Gedächtnis rufen.[25] Auch der Berichterstatter des „Schwäbischen Tagblatts“ kritisierte den Tenor der Gemeinderatssitzung vom 10. November 1947, in der es erstmals um den im Folgenden skizzierten kommunalen Zweckverband für das Theater ging: dem Stadträten sei es nur um die größtmögliche Reduzierung des finanziellen Risikos gegangen, ansonsten hätten sie sich für die Belange des Theaters nicht interessiert.[26]

Ordnung und Erweiterung des städtischen Kulturangebots durch Otto Bartels

Ausgaben für Kultur im städtischen Haushalt entstanden in dieser Zeit vor allem für das Städtetheater, das anfangs nur geringe Zuschüsse erforderte.[27] Bartels brachte jenseits der Finanzen insofern Ordnung in die improvisierten Verhältnisse, als er sich zielstrebig für die Gründung eines kommunalen Zweckverbandes „Städtetheater Tübingen – Reutlingen“ einsetzte und diesen Anfang 1948 unter Dach und Fach brachte. Innerhalb dessen fungierten die beiden Kommunen als Träger des Theaters, das sie mit je 35 000 zuerst RM, nach der Währungsreform D-Mark finanzierten, das Land jeweils rund 100 000 RM/DM für den laufenden Betrieb zuschoss. Die beiden Stadthaushalte hatten jeweils einen darüber hinaus gehenden Abmangel in unbeschränkter Höhe zu übernehmen. Den wollten die beiden Städte bald nach der Währungsreform und sich abzeichnender höherer Belastungen bei fehlenden weiteren Zuschüssen nicht mehr tragen. Dies führte dazu, dass am 12.09.1950 das Schauspielhaus als Landestheater Württemberg-Hohenzollern nach längeren Verhandlungen gegründet wurde. Tübingen und Reutlingen beteiligten sich weiterhin mit dem erwähnten Zuschussbetrag. Damit war das Theater aus der Verantwortung der Stadt bzw. dem Geschäftsbereich des Kulturamts ausgeschieden.[28]

Der umtriebige Bartels sorgte des Weiteren dafür, dass die frühere Volksbücherei von der Stadt ab 01.Juli 1947 unter Leitung des Kulturamts als Stadtbibliothek[29] übernommen wurde, er war im März 1947 Mitgründer der VHS und Vorstandsmitglied,[30] gab den Anstoß für die Wiederherstellung des Tübinger Marktbrunnens (gegossen aus geschrottetem deutschen Geschützmetall des II. Weltkriegs) und befürwortete die Bestrebungen um ein städtisches Museum.[31]

Auf der Suche nach einem neuen Kulturreferenten

Ende 1948 erklärte Bartels, aus städtischen Diensten ausscheiden, um wieder in seinem ursprünglichen Beruf arbeiten zu wollen. Er bat um die Gewährung eines dreimonatigen bezahlten Urlaubs vom Ende seiner aktiven Tätigkeit am 31.Dezember 1948 bis zum 31.März 1949. Er begründete diese Bitte mit Hinweis auf viele unbezahlte Überstunden und nicht genommenen Urlaub im Dienst der Stadt: der wurde vom Gemeinderat problemlos genehmigt in Anerkennung für seine Verdienste.[32] Bei seiner Verabschiedung in der Gemeinderatssitzung am 28.März 1949, an der er selbst nicht teilnehmen konnte, war der seit 01. Januar 1949 im Amt befindliche Oberbürgermeister Wolfgang Mülberger des Lobes voll über seine Leistungen in städtischen Diensten.[33]

Zu ergänzen bleibt, das unterhalb der Leitung des Kulturamts seit Anfang April 1947 der seit Jahresbeginn 1946 bei der Stadtverwaltung mit Statistikaufgaben, Wahlvorbereitungen und Pressearbeit betraute Dr. Reinhold Rau (1896-1971) auch „zu Dienstaufgaben des Kulturamts herangezogen“ wurde.[34] Rau war als Angestellter beschäftigt, da er bei Kriegsende als Beamter im NS-Kultministerium von Württemberg aus dem Staatsdient entlassen worden war. Seit Mai 1947 bemühte sich Hartmeyer um die Erlaubnis der Militärregierung, den studierten Altphilologen und Historiker zum kommissarischen Leiter des Stadtarchivs ernennen zu dürfen. Dies wurde am 23.Juli 1947 genehmigt.[35] Mit Urlaubsantritt von Bartels bestellte der Gemeinderat am 30.Dezember 1948 Stadtarchivar Dr. Rau zum kommissarischen Kulturamtsleiter.[36] Dr. Rau beendete seine Tätigkeit für die Stadt und insbesondere die Leitung des städtischen Archivs Ende August 1949. Denn in Esslingen, in der amerikanischen Besatzungszone, wurde er als Gymnasiallehrer zum 01. September 1949 wieder eingestellt.[37]

Hatte man gehofft, Rau als Kulturamtschef installieren zu können? Spätestens mit seinem Weggang wurde eine Wiederbesetzung in Angriff genommen. Anfang September 1949 befassten sich die Innere und Technische Abteilung, am 12.September 1949 das Plenum des Gemeinderats mit der Neubesetzung der Stelle und genehmigten die Ausschreibung. Nachdem sich 31 Bewerber gemeldet hatten, diskutierte die Kulturabteilung am 06.Oktober über das Anforderungsprofil. Es fielen erstaunliche Bemerkungen dazu, was man von einem Kandidaten erwartete: „…die Kunst stehe nicht im Vordergrund“ (Beigeordneter Erbe); OB Mülberger sprach von „zwei Aufgaben …. die im Vordergrund stehen, und zwar die Verkehrswerbung und der Kontakt mit der Presse,“ wobei der künftige Leiter des Kulturamts „nicht so sehr Wissenschaftler sein“ solle; Stadtrat Lang (SPD) reklamierte einen „Werbefachmann“, lediglich Stadtdirektor Asmuss und Stadtrat Klett betonten die Verbindung zur Universität und damit wohl unausgesprochen eine Nähe zu Kulturaufgaben und als Grundlage dafür eine universitäre Ausbildung.[38] Elf in die engere Wahl genommene Bewerber wurden bekannt gegeben, deren Anzahl von in der Sitzung der Inneren und Technischen Abteilung am 17.Oktober 1949 auf fünf verkleinert wurde.

Am 31.Oktober 1949 wiederholte im Plenum die CDU-Fraktion ihren Widerspruch gegen die Besetzung des Kulturamts mit einem hauptamtlichen Leiter und ihr Plädoyer für eine ehrenamtliche Besetzung. Dagegen wandte sich Oberbürgermeister Mülberger: die Vielzahl der Aufgaben im Bereich der Kultur könnten nicht ehrenamtlich und nebenbei erledigt werden. Zudem sei daran zu denken, dass in einem künftigen Südweststaat und dem Verlust der Hauptstadtfunktion Tübingens diese die Stadt alleine und ohne staatliche Unterstützung zu erledigen hätte.[39]

Die Wahl fiel im zweiten Wahlgang mit Mehrheit von einer Stimme auf Dr. Rudolf Huber (1903-1991), gebürtig aus Stuttgart. Mit seiner durch ein kunsthistorisches Studium und Volontariat am württembergischen Landesmuseum erworbene Expertise besaß er gute Voraussetzungen etwa für einen erheblichen Teil der künftigen Aufgabenstellung: Betreuung der städtischen Sammlungen und deren Präsentation in einem noch zu errichtenden städtischen Museum sowie Kunst(historische)-Ausstellungen. Er trat seinen Dienst bereits am 01.November 1949 an. Am 11. Januar 1960 durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt und dienstunfähig, schied er zum 31.März 1961 aus städtischen Diensten aus.[40]

In der ersten Sitzung der Kulturabteilung in 1950, am 12.01., präsentierte Huber eine vierzehn Aufgaben umfassende Zusammenstellung der Zuständigkeiten des Kulturamts. An erster Stelle steht das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark vernachlässigte Stadtarchiv, dazu gehören die Pflege des städtischen Museumsgut- und Kunstbesitzes, die Jugend- und Sportpflege sowie die Förderung der Wirtschaft und des Fremdenverkehrs.[41] Um die Mitte der 1950er Jahre kam die aufwendige Anbahnung und Pflege der Städtepartnerschaften hinzu. Die zahlreichen Zuständigkeiten restlos auszufüllen, gelang Huber nur teilweise trotz großen, angesichts der schweren Kriegsverletzung Respekt einfordernden Arbeitseinsatzes.[42] Für den engeren Bereich des Kulturbetriebs der Stadt verfügte er lediglich über drei Mitarbeiter.[43] Seine Biographie, die gescheiterten Bemühungen, ein städtisches Museum einzurichten bzw. wenigstens ein gemeinsames Depot für die städtischen Sammlungen zu finden, die von ihm maßgeblich inspirierte und organisierte Ausstellungstätigkeit im Tübinger der 1950er Jahre wie seine selbstbewusste, durchaus auch ambivalente Züge tragende Persönlichkeit[44] stellte Ulrich Hägele 2003 in einem ausführlichen Beitrag dar.[45] Noch aufzuarbeiten ist sein einzigartiges Engagement für die Tübinger Musiktage in den Jahren 1951 bis 1959. Das in der Regel einwöchige Angebot zeitgenössischer Musik organisierte er alleine mit einem Kreis von ehrenamtlichen Beratern.[46]

Ausblick

Huber agierte in seiner Amtszeit in den 1950er Jahren in dem 1949 geschaffenen Rahmen für die Kulturverwaltung – mit Ausnahme des Übergangs des Stadtarchivs an das Hauptamt zum 1. April 1955.[47] Nach seinem Ausscheiden entschieden sich Verwaltung und Gemeinderat für eine gravierende Veränderung: die Leitung des Kulturamts wurde nicht mehr mit einem akademisch vorgebildeten Fachmann besetzt, sondern einem Verwaltungsbeamten des gehobenen Dienstes, Albrecht Kemmer (1923-2005) – damals durchaus vergleichbar mit der Praxis in anderen Städten von der Größe Tübingens. Die Gründe für diesen Entschluss, dessen Auswirkungen auf Kulturpolitik und das Kulturleben in der Stadt in den 1960er und 1970er Jahren sind noch nicht aufgearbeitet und verdienen näher betrachtet zu werden. 


[1] Edgar Lersch: Das Kulturleben in der Stadt Tübingen vom Zusammenbruch bis zur Währungsreform 1945-1948, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 43 (1984), S.327-354; Ulrich Hägele: Eine Sache der Demokratie: Kunst in Tübingen nach 1945, in: Evamarie Blattner/Wiebke Ratzeburg (Hrsg.): Neuanfang?! Kunst und Kulturpolitik der 1950er Jahre in Tübingen (= Tübinger Kataloge, hrsg. von der Universitätsstadt Tübingen. Fachbereich Kunst und Kultur, Nr.110), Tübingen 2019. S.49-65.

[2] Vgl. den Katalog „Neuanfang?!“.

[3] Dazu die im Anmerkungsteil des Beitrags von Johannes Großmann: Die Franzosenzeit in Tübingen, in: Blattner Ratzeburg: Neuanfang?!, S.13-25 aufgeführte Literatur. Im Übrigen beklagten sich die Franzosen darüber, dass sich das von ihnen gewünschte und geförderte Angebot fast gänzlich auf Tübingen beschränkte, so Lersch: Das Kulturleben, S. 330.

[4] Der intensive Kontakt zwischen der Sektion „Beaux Art“ der Militärregierung und dem Kunstreferat des Staatssekretariats ist im Staatsarchiv Sigmaringen archiviert. Vgl. die Auswertung in dem gesamten Beitrag von Lersch: Das Kulturleben. 

[5] Dazu die beiden in Anm. 1 aufgeführten Titel sowie zum sogenannten Kunstgebäude: Anette Michels; Da capo ad (in)finitum. Das Tübinger Kunstgebäude in der Universität 1945-1949, in: Blattner/Ratzeburg (Hrsg): Neuanfang?!, S. 66-77. 

[6] Ulrich Hägele, Zwischen den Stühlen. Rudolf Huber und die Tübinger Kunstpolitik 1949 bis 1961 in: Karlheinz Wiegmann/Evamarie Blattner (Hrsg.) Belehrung und Urteilskraft. Die städtische Kunstsammlung unter Rudolf Huber (= Tübinger Kataloge, hrsg. vom Kulturamt der Universitätsstadt Tübingen), S.15-38, S.26ff.

[7] Zu den beiden Gründervätern und kurzzeitigen Intendanten des Schauspielhauses siehe Wilhelm Triebold: Ein Besatzungskind wird erwachsen. Wie nach dem Krieg in Tübingen ein Schauspielhaus installiert wurde, in: Blattner/Ratzeburg: Neuanfang?!, S.111-123, S. 113; zu Wolfgang Müller siehe Adelheid Schlott: Wolfgang Müller (1907-1967). Theatermacher – Kunstförderer – Autor, Rottenburg a.N. 2022, zu den Anfängen des Theaters, S.24ff.

[8] So Otto Bartels, ab 1947 Kulturreferent (siehe unten), in einem ausführlichen Bericht in der Sitzung der Kulturabteilung des Gemeinderats (ab jetzt GR) am 07.10.1947, § 1306.; siehe auch das Plenum des Gemeinderats (ab jetzt GR Plenum) – zu dem Zeitpunkt noch ein von der Besatzungsmacht ernannter und diese lediglich beratender Ausschuss – am 18.08.1945 § 43: „Auf Befehl der Militärregierung errichtet die Stadt ein Theater und ein Kammerorchester“, zum 01.10.1945 zusammen mit der Stadt Reutlingen. Stadtbeirat Sitzung am 29.12.1945 § 1017 der Hinweis auf den Geschäftsführer, der danach jedoch nicht mehr erwähnt wird.

[9] GR Plenum 04.11.1946 § 160, auch Lersch: Das Kulturleben, S.339f.

[10] Lersch: Das Kulturleben, S.338f. Mit verantwortlich dafür war die Tübinger Konzertagentur Reder, die sich kaum in die Bemühungen einbeziehen ließ, Kulturveranstaltungen zu koordinieren und ein Überangebot zu verhindern. Siehe etwa den Hinweis auf deren „grobe Eigenmächtigkeiten“, in: GR Kulturabteilung 25.11.1948 § 4061. Ob sich der Einfluss der Konzertagentur auf das städtische Musikleben je genauer nachzeichnen lässt, bleibt angesichts bisher nicht bekannter Archivalien der Agentur offen.

[11] Hägele: Eine Sache der Demokratie, S.49-51; das Konzeptionspapier vom 18.07.1945 in: Stadtarchiv Tübingen (ab jetzt: StAT) A 200/1744.

[12] Etwa: Stadtbeirat am 11.01.1946 §§ und 10.09.1946 § 112; GR Plenum 03.02.1947 § 26, GR Plenum 10.11.1947 § 337.

[13] GR Plenum 29.04.1947 § 148; GR Innere und Technische Abteilung am 16.07.1947 § 1001, S.507. 

[14] GR Kulturabteilung 01.07.1947 § 1045a.

[15] Sie ist abgelegt in der Personalakte (ab jetzt PA) Otto Bartels StAT 510/15 abgezeichnet durch Oberbürgermeister Hartmeyer. Dazu gehörten: „Das  Pressereferat der Stadtverwaltung, Referat über das städt. Schauspielhaus, Referat über das Städtische Kammerorchester, Aufsicht über Personalfragen bei den städtischen Kulturinstitutionen Vertretung der Städtischen Interessen bei der Agentur Reder, Referat: zeitlich beschränkte Schaustellungen und Ausstellungen, Referat über das Heimatmuseum, Referat über das Kunstgebäude (Vertretung städtischer Interessen), Referat über die Gestaltung und Erhaltung des Stadtbildes, Pflege der kulturell und geschichtlich wertvollen Baudenkmäler und Erinnerungsstätten, Pflege der kulturellen Beziehungen zwischen Stadt und Universität, Städtische Verkehrs- und Fremdenwerbung.“  

[16] Regierungsrat Rosengarten an Hartmeyer am 05.12.1946 StAT A200/1744.

[17] So in: Berechnung des Besoldungsdienstalters von Otto Bartels 05./23.07.1947 in: PA Bartels. So auch Anm. 26 zur Gründungsversammlung der Volkshochschule Tübingen im März 1947, an der Bartels in seiner Funktion als Kulturreferent teilnahm. 

[18] Brief vom 02.07. 1945 an OB Renner in PA Bartels. Sein Vater war der Gewerkschaftler und SPD-Politiker sowie Präsident des Preußischen Landtags Friedrich Bartels (1871-1931).

[19] Ebd.

[20] In einer Verfügung vom 30.11.1945 hieß es zu seinen Aufgaben als Stadtrat, dass er „in meiner [d.h. OB Renners] und des Bürgermeisters persönlicher Unterstützung und Vertretung“, so in PA Otto Bartels, sowie in der Berechnung des Besoldungsdienstalters war er bis 31.01.1947 Stellvertreter des Oberbürgermeisters.

[21] Dazu GR Innere und Technische Abteilung am 12.03.1948 § 1121. Zu Bartels auch: Hägele: Eine Sache der Demokratie, S. 52-53.

[22] GR Plenum 10.11.1947, § 337. Davor: „Wir wollen uns in das Reich edler Kunst emportgetragen [sic] und durch Empfinden beglückt sehen, zu deren Erweckung die Bühne da ist. Es muss eine Stelle da sein, wo man das befreiende, das erhebende Wort zu hören vermag. … Das ganz Alltägliche wird immer das größte Publikum haben. Es ist eben nicht möglich, alle Menschen auf eine ästhetische Kunsthöhe zu erheben. Das vermag keine Schule zu leisten. Aber das soll uns nicht davon abhalten, der edlen, idealen Kunst mit Hingabe zu dienen.“

[23] Hartmeyer in seiner Rede zur Einführung in das Amt des Oberbürgermeisters Stadtbeiratssitzung am 02.01.1946, § 2 „Wir Deutsche waren auf falschem Wege. Unsere Leidenschaft für Politik hat den anderen Völkern nur Leid gebracht. Sein Bestes hat das deutsche Volk im Reich des Geistes und der Kunst gegeben. Wir müssen uns bemühen, diese verschütteten Quellen wieder freizulegen. Wir werden uns auf diesem mühseligen Weg erquicken; und durch unsere Leistungen auf dem Gebiet der Dichtung und Musik können wir den anderen Völkern wieder näherkommen und uns ihre Achtung und die Versöhnung mit ihnen erringen.“

[24] Zeeb GR Plenum 10.11.1947 § 337.

[25] Ebd. Zu Paul Rose, der in Berlin Leiter eines Privattheaters gewesen war, siehe Triebold: Ein Besatzungskind wird erwachsen, S.117f.

[26] Lersch: Das Kulturleben, S. 350 mit Bezug zum Schwäbischen Tagblatt vom 11.11.1947.

[27] Triebold: Ein Besatzungskind wird erwachsen, S.117f.

[28] Vgl. Mitteilung des OB Mülberger in der Kulturabteilung des GR 12.10.1950 § 4067: das LTT ist gegründet, der Zweckverband ist aufgelöst; am 09.11.1949 § 4084 wird dort über die Kandidaturen der städtischen Mitglieder im Verwaltungsrat des Landestheaters debattiert.

[29] Universitätsstadt Tübingen (Hrsg.): Vom Bücherschrank zur Datenbank. Zur Geschichte der Stadtbücherei Tübingen [Text: Brigitta Kasprzik], o.O., o.D., S.13ff; Martina Schuler: Ist eine Freihandbücherei ein Risiko? Von der ehrenamtlich geführten Thekenbücherei zur städtischen Freihandbücherei, in: Blattner/Ratzeburg (Hrsg.): Neuanfang?!, S. 133-139, S.135.  

[30] Dieter Barth/Wilfried Setzler (Hrsg): Sechzig Jahre Volkshochschule Tübingen. Eine Festschrift (= Kleine Tübinger Schriften) Tübingen 2007, S.19.

[31] Hägele: „Eine Sache der Demokratie“, S. 52. 

[32] So begründete Bartels sein Ersuchen lt. GR Plenum 30.12.1948 § 309.

[33] GR Plenum 28.03.1949 § 92.

[34] Aktennotiz Hartmeyer 14.06.1947 in StAT A200/1744.

[35] Mehrere Belege und dann PA Rau StAT A 525/1243, dort auch ein handschriftliches Konzeptionspapier von Rau für das Stadtarchiv vom 19.07.1949. Zu Rau siehe auch die kleine „Festschrift für Reinhold Rau zum 70. Geburtstag am 12.Dezember 1966 bearbeitet vom Stadtarchiv“ (=Kleine Tübinger Schriften, Beiheft 1. Beilage zu: Der Sülchgau / Jahresgabe des Sülchgauer Altertumsvereins e.V.) Tübingen 1967 sowie mehrere Würdigungen in der PA Rau anlässlich seines Todes.

[36] GR Plenum 30.12.1948 § 310.

[37] PA Rau mit Auszug aus GR Plenum 31.10.1949 § 401. Bemühungen, Dr. Rau 1953 mit seiner Versetzung an das Tübinger Uhlandgymnasium noch einmal als nebenberuflichen Stadtarchivar einstellen zu können, schlugen fehl: Aktennotiz vom 18.02.1953 in StAT A 200/1477 und dort dazu weitere Schriftwechsel.

[38] GR Kulturabteilung 06.10.1949 § 4032.

[39] Hägele: Zwischen den Stühlen, S.15.

[40] Ebd., S.37; siehe auch die PA Huber StAT A mit ausführlicher Dokumentation seiner Tätigkeit in städtischen Diensten und die Umstände seiner unfallbedingten partiellen Dienstunfähigkeit und damit Frühpensionierung.

[41] GR Kulturabteilung 12.01.1950 § 4001 sowie die ausführliche Vorstellung der Zuständigkeiten in der Beilage der Tübinger Blätter 38 (1951).

[42] Davon gibt der umfangreiche Aktenbestand des Kulturamts (= A 550 im StAT) mit Hubers Korrespondenz ein beredtes Zeugnis.

[43] Ihm stand eine Sekretärin zur Seite (gleichzeitig Betreuerin der Handbibliothek, ein Sachbearbeiter für das Kulturamt und für das Ausstellungswesen, hinzukamen ein Sachbearbeiter für Jugend und Sport und einer für den Plakatanschlag, Aufzählung bei Huber an Bürgermeisteramt wegen der Unterbringung des Kulturamts in einem Gebäude am 25.11.1954 StAT A 550/21.

[44] Ein gelegentlich lockerer Umgang mit Angaben zu Urlaubstagen sowie falsche Spesenabrechnungen kosteten ihn beinahe die Arbeitsstelle. Auch die Episode des von ihm übernommenen Vorsitzes des Bürger- und Verkehrsvereins für knapp ein Jahr (1951-1952) brachten ihm nicht nur Sympathien ein, da viele einen Interessenkonflikt angesichts seiner Zuständigkeit für Tourismusförderung in der Stadtverwaltung befürchteten; zum endgültigen Ausscheiden auch aus dem Vorstand siehe Aktennotiz vom 18.02.1953 A 150/1744). Eine völlige Neugestaltung des Layouts der Tübinger Blätter mit dem Jahrgang 1952 ist ihm zu verdanken, vgl. Hägele: Zwischen den Stühlen, S. 29f

[45] Ebd.

[46] Vgl. StAT A 550/668ff.

[47] GR Plenum 03.03. 1955 § 126.