11. März 2026

Mehr Abschiebungen aus Baden-Württemberg

2025 wurden 3.397 Menschen aus Baden-Württemberg abgeschoben. Gegenüber 2024 stieg die Zahl damit um 18,2 Prozent. Bereits von 2023 auf 2024 waren die Zahlen gestiegen, von 2.099 um 35,4 Prozent auf 2.873 Abschiebungen. Diese Zahlen veröffentlichte der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung, sie beruhen auf Angaben des Innenministeriums von Baden-Württemberg.
Die meisten abgeschobenen Personen stammten aus der Türkei (411 Personen), gefolgt von Georgien (329 Personen) und Nordmazedonien (248 Personen). Im Jahr 2025 wurden 13 Menschen nach Afghanistan abgeschoben, im Jahr 2024 waren es noch fünf. Zudem wurde 2025 eine Person in den Iran abgeschoben. In den Irak wurden 137 Personen abgeschoben.
1065 Personen wurden nicht in ihr Herkunftsland abgeschoben, sondern in ein Land der EU oder ein anderes europäisches Land. Der Grund dafür könnte sein, dass sie in einem anderen Land bereits einen Schutzstatus bekommen hatten oder dass gemäß der Dublin-Verordnung ein anderer EU-Staat für ihr Asylverfahren zuständig ist, weil sie ihn als erstes betreten hatten. Davon betroffen waren 2025 beispielsweise 173 Menschen aus Syrien und 117 aus Afghanistan.

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