18. Januar 2026

Roaming in der EU gilt nicht überall: Wo man aufpassen sollten

Innerhalb der EU gilt das Prinzip “Roam like at home”: Für Telefonate, SMS und mobiles Internet fallen beim Reisen in der EU deshalb keine zusätzlichen Roaming-Aufschläge an. “Fair-Use”-Regeln legen aber zeitliche Limits fest – wer länger als vier Monate in einem anderen Land lebt, muss unter Umständen mehr bezahlen. Diese Regelung gilt seit dem 15. Juni 2017 und wurden vom Europäischen Parlament bis 2032 verlängert. Dennoch müssen Handy-Besitzer aufpassen.

Jenseits der EU: Tarif prüfen

Schwierigkeiten gibt es vor allem in Ländern, die nicht unter die EU-Regeln fallen – dazu zählen häufig die Schweiz, Großbritannien und die Türkei. Welche Kosten entstehen, hängt vom jeweiligen Mobilfunkanbieter und Tarif ab; mobiles Internet kann dort deutlich teurer sein. Stiftung Warentest empfiehlt, vor der Reise die Tarifbedingungen zu prüfen und die mobile Datennutzung außerhalb der EU zu begrenzen.

Vorsicht an der Grenze

Entlang der Schweizer Grenze ist besondere Vorsicht geboten. Auch ohne Grenzübertritt kann sich das Handy in Grenzregionen automatisch ins Schweizer Netz einwählen – dann fallen Gebühren wie bei einem Gespräch ins Nicht-EU-Ausland an, obwohl man in Deutschland telefoniert. Verbraucherzentralen raten, Datenroaming zu deaktivieren und die manuelle Netzwahl einzustellen, damit das Gerät im deutschen Netz bleibt.

Auf Reisen sparen

Vor der Reise sollte man beim Anbieter prüfen, ob das Zielland in deinem Tarif enthalten ist. In Grenznähe besser die manuelle Netzwahl aktivieren, Datenroaming ausschalten sowie Auto-Updates/Hintergrunddaten begrenzen. Wer außerhalb der EU günstig telefonieren und surfen will, geht am besten so vor: eine lokale SIM/eSIM kaufen, Internet per Hotspot teilen und für Anrufe WLAN-Call (Wi-Fi Calling) in Kombination mit WLAN nutzen.

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