Bei Fragen zur Gesundheit informieren sich viele im Internet. Doch nicht jede Quelle ist seriös. Deswegen informiert das Gesundheitsamt des Landkreises Tübingen, wie man zuverlässige Gesundheitsinformationen findet und worauf man bei der Recherche achten sollte.
Auf den ersten Blick erscheint die Suche nach Gesundheitsinformationen im Internet einfach: Man gibt einen Suchbegriff oder eine Frage in eine Suchmaschine oder in ein KI-Tool ein und schon erhält man Antworten. Doch nicht alles, was im Internet steht, ist richtig. Jeder kann dort Informationen veröffentlichen, ohne über Fachwissen zu verfügen.
Wie findet man seriöse Internetseiten
Eine der wichtigsten Fragen bei der Suche nach zuverlässigen Internetseiten ist laut dem Gesundheitsamt: Woher stammt die Information? Auskunft darüber gibt das Impressum (Über uns). Im Idealfall sollte dort eine seriöse Institution genannt sein. Eine gute Seite erkennt man daran, dass die Namen der Betreiber, der Autorinnen und Autoren und deren Qualifikation sowie die Finanzierung erwähnt werden. Zusätzlich kann man überprüfen, wie andere Organisationen die Internetseite bewerten, indem man zum Beispiel in das Suchfeld den Namen der Seite und den Zusatz „Bewertung“ oder „Kritik“ eingibt.
Warum sollte man auf Werbeanzeigen achten
Die Reihenfolge der Suchergebnisse sage nichts über die Qualität der Informationen aus, teilt das Gesundheitsamt mit. Häufig handelt es sich bei den ersten Treffern um gekaufte Werbeanzeigen. Daher ist es empfehlenswert, sich mehr als zehn Treffer anzuschauen. Misstrauisch sollte man werden, wenn bei schweren Erkrankungen von garantierter Heilung die Rede ist. Ebenso, wenn neben den Informationen Werbung zum passenden Produkt erscheint oder wenn über verlinkte Shop-Seiten Produkte verkauft werden.
Auch Internet-Foren oder Videos von Influencern können Gefahren bergen, so das Tübinger Gesundheitsamt. Dort können beispielsweise Fallberichte oder Empfehlungen Einzelner zu finden sein, die nicht überprüft wurden. Es kann sogar vorkommen, dass sich Personen fälschlich als Patientin oder Patient ausgeben, um für Produkte zu werben.
Beispiele für zuverlässige Internetseiten
Das Portal „gesund.bund.de“des Bundesministeriums für Gesundheit bietet Informationen zu Krankheiten, Vorbeugung, Pflege und Gesundheit. Zusätzlich gibt es dort eine Suchfunktion zum Finden von Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken. Es gibt die Möglichkeit, medizinische Diagnosen zu entschlüsseln und leicht verständliche Informationen darüber zu erhalten. Die Seite gibt es in Leichter Sprache, auf arabisch, englisch, russisch und türkisch:
https://gesund.bund.de/
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen:
gesundheitsinformation.de
Deutsches Netzwerk Gesundheitskompetenz:
https://dngk.de/verlaessliches-gesundheitswissen/
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit:
https://www.bioeg.de/
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