In Deutschland wurden 2025 so wenige Kinder geboren wie seit fast 80 Jahren nicht mehr. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen rund 654.300 Kinder zur Welt – 3,4 Prozent weniger als 2024. Damit sinkt die Geburtenzahl bereits im vierten Jahr in Folge und erreicht den niedrigsten Stand seit 1946.
Mehr Sterbefälle als Geburten
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung beim sogenannten Geburtendefizit: 2025 starben in Deutschland rund 352.000 Menschen mehr, als Kinder geboren wurden. Das ist nach Angaben von Destatis der höchste Wert nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Gründe für die niedrigen Geburtenzahlen nennt das Statistische Bundesamt unter anderem die zahlenmäßig kleineren Jahrgänge der 1990er-Jahre, die nun im wichtigen Alter für eine Familiengründung sind, sowie die seit 2022 sinkenden Geburtenziffern.
Alle registrierten Geburten zählen
Die Statistik beruht auf den Meldungen der Standesämter. Erfasst werden damit alle in Deutschland registrierten Geburten – unabhängig davon, ob die Eltern eine eigene Migrationserfahrung, einen Migrationshintergrund oder eine ausländische Staatsangehörigkeit haben. Die endgültigen ausführlichen Ergebnisse für 2025 sollen im Juli 2026 vorliegen.
Unterschiede zwischen den Bundesländern
Der Rückgang fiel im Osten Deutschlands mit minus 4,5 Prozent stärker aus als im Westen mit minus 3,2 Prozent. Hamburg war nach den vorläufigen Ergebnissen das einzige Bundesland mit einem leichten Anstieg von 0,5 Prozent. In Baden-Württemberg wurden 2025 rund 94.100 Kinder geboren; zugleich starben rund 117.500 Menschen. Damit konnte auch die Zuwanderung das Geburtendefizit im Land nicht ausgleichen. Auch andere EU-Staaten wie Frankreich, Österreich, Italien und Schweden meldeten für 2025 sinkende Geburtenzahlen.
Weitere Informationen:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_146_126.html
https://www.statistik-bw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/bevoelkerung-in-baden-wuerttemberg-2025-ruecklaeufig/
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