21. Mai 2026

Integrationskurse: Hoffnung für Ukraine-Geflüchtete

Geflüchtete aus der Ukraine und Menschen aus EU-Ländern haben vom 1. Juni an wieder Chancen auf Integrationskurse. Das melden unter anderem SPD-Politiker aus der Bundesregierung sowie der Mediendienst Integration, der sich auf Infos aus dem Bundesinnenministerium beruft. Die pauschalen Kürzungen wurden teilweise zurückgenommen.
Nun sollen Menschen mit „dauerhafter positiver Bleibeperspektive“ wieder an Kursen teilnehmen können. Das betrifft vor allem Geflüchtete aus der Ukraine. Für Asylbewerber und Geduldete, die weiterhin ausgeschlossen bleiben, sollen die Erstorientierungskurse ausgebaut werden. Der pauschale Stopp, den Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Februar für alle freiwilligen Teilnehmer verhängt hatte, ist damit zum Teil aufgehoben. Eine Einschränkung bleibt aber: Wie viele Menschen tatsächlich einen Kursplatz finden, ist vom Geld abhängig, denn für die Ausgaben gibt es eine Obergrenze. Über das Geld wird erst im Herbst 2027 entschieden, wenn der Bundeshaushalt beschlossen wird.
Im Februar hatte Bundesinnenminister Dobrindt festgelegt, die Zahl der potenziellen Teilnehmer an Integrationskursen zu beschränken. Das betraf alle freiwilligen Teilnehmer, darunter auch Geflüchtete aus der Ukraine sowie Asylsuchende und Geduldete. Die Kürzung hatte für viel Protest gesorgt. Zuletzt hatte der Tübinger Landrat Hendrik Bednarz auf der Jobmesse in Tübingen die Rücknahme der Kürzungen gefordert.
2025 nahmen rund 306 800 Personen an einem Integrationskurs teil, ein Jahr zuvor waren es rund 363 500. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei Die Linke hervor. Laut Mediendienst Integration kam 2025 knapp ein Drittel der neuen Teilnehmenden aus der Ukraine, 16 Prozent waren Menschen aus Syrien, rund 7 Prozent stammten aus Afghanistan und 6 Prozent aus der Türkei. Vier von zehn Teilnehmenden waren zuletzt freiwillig im Kurs, also nicht von einem Amt zur Teilnahme verpflichtet. Im Bundeshaushalt 2026 sind für Integrationskurse rund 1,06 Milliarden Euro vorgesehen. 2025 waren 1,07 Milliarden Euro eingeplant – tatsächlich ausgegeben waren über 1,3 Milliarden Euro. Das hat das Ministerium dem Mediendienst Integration bestätigt.

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