4. Februar 2026

Iranische Menschen in Deutschland

Vor dem Hintergrund der Gewalt im Iran gegen Demonstrierende mit vielfachen Tötungen haben mehrere Bundesländer einen Abschiebestopp in den Iran verhängt, das gilt für Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und das Saarland. In Baden-Württemberg wird das jedoch nicht erwogen, wie das zuständige Ministerium für Justiz und Migration vor einigen Tagen gegenüber der Tagesschau erklärte.
Derzeit leben etwa 319.000 Menschen mit einem iranischen Migrationshintergrund in Deutschland, von denen 250.000 selbst eingewandert sind. Das ist die größte iranische Community in Europa. 161.000 von ihnen besitzen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Rund 68 Prozent von diesen, etwa 110.000 Personen haben einen Aufenthaltstitel.

Vom Asyl zur Erwerbstätigkeit

Der Anteil der iranischen Geflüchteten, die in Deutschland Schutz bekommen, ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken: von mehr als 50 Prozent auf derzeit rund 23 Prozent. Die Mehrheit der IranerInnen in Deutschland hat einen Aufenthaltstitel aufgrund von Erwerbstätigkeit oder familiären Gründen. Als „ausreisepflichtig“ gelten rund 18.000 Personen. Seit 2020 kam es zu 114 Abschiebungen. Diese Zahlen veröffentlichte der „Mediendienst Integration“ aufgrund einer aktuellen Recherche.
Viele Geflüchtete kamen in den letzten Jahrzehnten aufgrund der „Iranischen Revolution“ nach Deutschland (um 1980), aufgrund des Iran-Irak-Krieges (1985) und aufgrund der gewaltsam unterdrückten öffentlichen Proteste gegen das Regime (2009 und 2017/18).
Zur Recherche des „Mediendienst Integration“ mit weiteren Zahlen zu Erwerbstätigkeit und Bildungsniveau der Iraner in Deutschland:
Iraner in Deutschland | Mediendienst Integration
tuenews INTERNATIONAL berichtete über die Gewalt gegen Demonstrierende im Iran:
Massenunruhen im Iran flammen wieder auf – tuenews
Hilfe für Verletzte im Iran aus der Ferne – tuenews
Iran: „Das Regime bringt seine Bevölkerung um“ – tuenews

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