28. Juli 2026

UV-Index: Wann Schutz nötig ist

Ultraviolette Strahlung ist weder sichtbar noch spürbar. Trotzdem kann sie Haut und Augen schädigen und langfristig das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Der UV-Index zeigt, wie stark die gesundheitlich wirksame UV-Strahlung an einem bestimmten Ort ist und wann Schutzmaßnahmen notwendig sind.

UV-Belastung auch bei bewölktem Himmel

Der UV-Index ist ein international einheitlicher Wert für die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung. Je höher der Wert ist, desto schneller kann ungeschützte Haut geschädigt werden.
Mit der Temperatur hängt der UV-Index nicht direkt zusammen. Auch an einem kühlen oder leicht bewölkten Tag kann die UV-Strahlung stark sein. Der angegebene Wert beschreibt in der Regel die höchste erwartete UV-Belastung des Tages. In Deutschland wird die UV-Strahlung durch ein bundesweites Messnetz des Bundesamtes für Strahlenschutz erfasst.

Was bedeuten die Werte?

Bei einem UV-Index von 1 bis 2 ist die Belastung niedrig. Besondere Schutzmaßnahmen sind normalerweise nicht erforderlich. Ab einem Wert von 3 sollte man die Haut schützen. Die Werte 3 bis 5 gelten als mittel, 6 bis 7 als hoch und 8 bis 10 als sehr hoch. Ab einem UV-Index von 11 wird die Belastung als extrem eingestuft.
Je höher der Wert ist, desto wichtiger wird es, die direkte Sonne zu meiden und ungeschützte Aufenthalte im Freien zu verkürzen. Wie schnell die Haut geschädigt wird, hängt unter anderem vom Hauttyp ab. Besonders vorsichtig sollten Kinder, Menschen mit heller Haut und Personen sein, die viel Zeit im Freien verbringen.

UV-Strahlung erhöht das Hautkrebs-Risiko

Eine sichtbare kurzfristige Folge zu hoher UV-Strahlung ist der Sonnenbrand. Schäden können jedoch bereits entstehen, bevor sich die Haut deutlich rötet. Wiederholte UV-Belastung lässt die Haut schneller altern und erhöht langfristig das Risiko für Hautkrebs. Die Wirkung der Strahlung summiert sich im Laufe des Lebens. Deshalb ist konsequenter Schutz bereits im Kindesalter besonders wichtig.
Auch die Augen können geschädigt werden. Zu intensive UV-Strahlung kann akute Entzündungen verursachen und langfristig unter anderem die Entstehung eines Grauen Stars begünstigen.

So schützt man sich

Ab einem UV-Index von 3 empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Zwischen spätem Vormittag und Nachmittag ist die UV-Strahlung meistens am stärksten. In dieser Zeit sollte man möglichst Schatten aufsuchen und längere Aufenthalte in der direkten Sonne vermeiden.
Kleidung bietet einen besonders zuverlässigen Schutz. Empfehlenswert sind dicht gewebte Kleidung, eine Kopfbedeckung, die auch Gesicht, Ohren und Nacken schützt, sowie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
Hautstellen, die nicht von Kleidung bedeckt werden, sollten großzügig mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Der Schutz muss regelmäßig erneuert werden, besonders nach dem Baden oder starkem Schwitzen. Sonnencreme sollte jedoch nicht dazu verleiten, länger in der Sonne zu bleiben.
Säuglinge sollten grundsätzlich nicht direkter Sonne ausgesetzt werden. Auch bei älteren Kindern sind Schatten, Kleidung und eine geeignete Kopfbedeckung wichtiger als Sonnencreme allein.

Wo findet sich der aktuelle UV-Index?

Der aktuelle UV-Index kann auf den Internetseiten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). und des Deutschen Wetterdienstes abgerufen werden. Das BfS veröffentlicht Messwerte aus seinem deutschlandweiten UV-Messnetz. Der Deutsche Wetterdienst bietet regionale Vorhersagen und informiert bei ungewöhnlich hoher UV-Strahlung auch mit UV-Warnungen.
Auch auf dem Smartphone ist der Wert leicht zu finden. Viele vorinstallierte Wetter-Apps und andere Wetteranwendungen zeigen den UV-Index für den aktuellen Standort an. Eine offizielle Möglichkeit ist die WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes.
Ein täglicher Blick auf den UV-Index hilft dabei, Aktivitäten im Freien besser zu planen. Besonders im Frühling und Sommer sollte man sich nicht allein auf das Wärmegefühl oder auf sichtbaren Sonnenschein verlassen.

Weitere Informationen:
Bundesamt für Strahlenschutz – UV-Index:
https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/uv-index_node.html
Deutscher Wetterdienst – UV-Gefahrenindex:
https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesuvi/gefahrenindexuvi.html
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit – UV-Schutz: https://www.bundesumweltministerium.de/themen/strahlenschutz/nichtionisierende-strahlung/uv-schutz/ueberblick-uv-schutz

tun26071508

www.tuenews.de