Die Nase läuft oder ist verstopft. Die Augen sind gerötet und jucken. Bei manchen AllergikerInnen reagiert die Lunge mit Asthma auf die fliegenden Pollen. Das Gesundheitsamt Tübingen gibt Tipps für den Alltag und Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten.
Das Übel heißt umgangssprachlich Heuschnupfen (medizinisch Rhinokonjunktivitis). Der Klimawandel hat auch dabei spürbare Auswirkungen. “Fachleute beobachten seit einigen Jahren, dass sich Beginn, Dauer und Intensität der Pollensaison verändern und die Belastung für viele Betroffene steigt”, so eine Pressemitteilung des Landratsamts Tübingen. Außerdem können Pflanzen aus anderen Regionen oder Ländern sich negativ auswirken. Ein Beispiel ist die aus Nordamerika stammende Ambrosia. Ihre Pollen gelten als besonders allergieauslösend. Auch Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Ozon können die Auswirkungen von Pollen verstärken.
Bei Pollenflug möglichst wenig ins Freie
Was tun? Medizinische Fachleute raten: Wer kann, sollte sich bei starker Pollenbelastung möglichst wenig im Freien aufhalten. Die Konzentration von Pollen in Innenräumen kann durch Schutzgitter an den Fenstern, den Wechsel der im Freien getragenen Kleidung und feuchtes Abwischen zum Beispiel von Möbeln verringert werden. Wer weiß, auf welche Pollen er oder sie reagiert, kann sich beispielsweise auf Wetter-Apps informieren, was gerade durch die Luft fliegt.
Das Tübinger Gesundheitsamt empfiehlt bei anhaltenden Beschwerden, zum Arzt zu gehen. Erste Adresse dafür sind Haus- oder KinderärztInnen. Unbehandelt kann die Erkrankung zu allergischem Asthma führen. Medikamente können die Symptome lindern. Nach einem Allergietest ergibt sich in vielen Fällen die Chance, das Immunsystem nach und nach an die Pollen zu gewöhnen, die die Allergie auslösen.
Infos, wie Ambrosia erkannt und beseitigt werden kann, bietet die Pressemitteilung https://www.kreis-tuebingen.de/gesundheit_+lebensmittel/gesundheit/gesundheit-aktuelles/klimawandel+verlaengert+pollensaison
Funde von Ambrosia können per Mail an landwirtschaft@kreis-tuebingen.de oder unter Telefon 07071 / 207-4004 gemeldet werden.
Infos und Tipps zum Thema finden sich auch unter https://www.klima-mensch-gesundheit.de/allergieschutz des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit.
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