In der arabischen Welt hat Deutschland in Syrien das höchste Ansehen unter den europäischen Staaten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Außerdem hat Bundeskanzler Friedrich Merz in Syrien mit 27 Prozent für seine Nahostpolitik den höchsten Zustimmungswert als europäischer Regierungschef in dieser Region. Am schlechtesten kommt Deutschland in den Palästinensischen Gebieten weg: Dort liegt die Zustimmung nur bei 38 Prozent.
Befragt wurden für das arabisches Stimmungsbild im Schatten des Iran-Krieges mehr als 8000 Menschen in Marokko, Tunesien, Ägypten, den Palästinensischen Gebieten, Jordanien, Libanon und Syrien. „Länder der Europäischen Union werden positiv bewertet, jedoch mit wenig regionalem Einfluss verbunden“, heißt es in der Studie. Die deutsche Politik wird dort als interessen- und nicht wertegeleitet wahrgenommen. „Mehrheitlich wird die deutsche Nahostpolitik mit wirtschaftlichen Interessen verbunden“, schreiben die Autoren. „Beziehungen mit Israel“ wurde selten als Motiv der deutschen Regierung genannt, nennenswert allenfalls in Gaza (15 Prozent) und dem Westjordanland (22 Prozent).
In Bezug auf Deutschland zeigt sich, dass sich viele Befragten zwar positiv äußern, den Einfluss Berlins aber für eher gering einschätzen. So haben in Marokko, Tunesien und Syrien mindestens 66 Prozent der Befragten eine positive Einschätzung zu Deutschland. Niedriger fallen die Werte in Ägypten (52 Prozent), dem Libanon (44 Prozent) und den Palästinensischen Gebieten (38 Prozent) aus. Als besonders einflussreich wird Deutschland aber nicht wahrgenommen: Als einflussreichsten staatliche Akteur sehen Deutschland nur 1,3 Prozent der Syrer und 2,2 Prozent der Tunesier. Italien und Frankreich werden durchweg als stärker eingeschätzt.
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https://www.kas.de/de/kurzum/detail/-/content/arabisches-stimmungsbild-im-schatten-des-iran-krieges
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