15. Mai 2026

Ein „anatolischer Schwabe“ ist Ministerpräsident

Baden-Württemberg ist besonders. Es hat als erstes Bundesland einen Ministerpräsidenten mit Migrationsgeschichte: Cem Özdemir. Der Landtag wählte ihn am 13. Mai zum Regierungschef. Seine Partei, die Grünen, und die CDU hatten nach langen Verhandlungen beschlossen, eine Koalition zu bilden.
Cem Özdemir nennt sich selbst einen „anatolischen Schwaben“. Der 60-Jährige ist in Bad Urach geboren. Seine Eltern waren Anfang der 1960er-Jahre aus der Türkei zum Arbeiten nach Deutschland gekommen. Bevor Özdemir Nachfolger von Winfried Kretschmann wurde, war er von 2021 bis 2025 auch der erste Bundesminister mit zugewanderten Vorfahren.

Letztes Kindergarten-Jahr: kostenlos und verpflichtend

Die grün-schwarze Landesregierung unter Özdemirs Führung hat ihren Koalitionsvertrag unter das Motto „Aus Verantwortung fürs Land – Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ gestellt. Das Thema Wirtschaft soll in den nächsten fünf Jahren besondere Bedeutung haben. Außerdem will die Koalition ein kostenloses verpflichtendes letztes Jahr im Kindergarten einführen.
Özdemir ist der zehnte Ministerpräsident Baden-Württembergs. Stellvertretender Ministerpräsident ist Manuel Hagel (CDU). Der Landesregierung gehören neben Özdemir elf MinisterInnen an – fünf von den Grünen und sechs von der CDU. Einer von ihnen ist der 38-jährige Manuel Hagel, als Innenminister auch zuständig für Digitalisierung. Zu den MinisterInnen kommen noch mehrere StaatssekretärInnen.

Weitere Informationen:
https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/meldung/pid/cem-oezdemir-ist-neuer-ministerpraesident
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/regierung/mitglieder-der-landesregierung
Der Koalitionsvertrag als PDF zum Herunterladen:
https://stm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/260506_Koalitionsvertrag_GrueneBW_CDUBW_2026-2031.pdf

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