In Deutschland kann man das Wasser aus der Leitung bedenkenlos trinken. „Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel“ heißt es dazu bei den Stadtwerken Tübingen. Sie versorgen rund 14500 Hausanschlüsse in der Stadt und den Ortsteilen mit dem kühlen Nass. Es ist also reine Geschmackssache, ob man das Wasser aus dem Hahn oder abgefülltes Wasser in Flaschen trinkt. Trinkwasser ist allerdings weitaus günstiger.
Tübingen ist damit wie die anderen Städte und Dörfer in Deutschland in einer privilegierten Situation. In vielen Ländern kann man schließlich Wasser aus dem Wasserhahn nicht trinken, weil es Viren, Bakterien oder Schadstoffe enthält. Andernorts wird man davon zwar nicht krank, aber es schmeckt scheußlich, weil es stark mit Chlor versetzt wurde, um es zu desinfizieren.
500 Untersuchungen pro Jahr
In Deutschland wird Wasser auf Basis der Trinkwasserverordnung regelmäßig auf 64 Stoffe und Mikroorganismen untersucht wird. „Das Tübinger Trinkwasser beproben wir regelmäßig mit über 500 Untersuchungen im Jahr – an unseren Brunnen, den Speicheranlagen und am Leitungsnetz“, schreiben dazu die Stadtwerke. Das seien mehr Analysen als der Gesetzgeber vorschreibe. Die Grenzwerte würden eingehalten. Das Tübinger Trinkwasser liegt im Stadtgebiet mit 14 Grad deutscher Härte im mittleren Bereich. Gut drei Viertel des Tübinger Wassers kommen über Fernleitungen vom Bodensee. Der Rest stammt aus Grundwasser aus dem Neckartal. Beides wird entsprechend aufbereitet.
Für Babynahrung geeignet
Laut Auskunft der Stadtwerke kann das Tübinger Trinkwasser ohne Einschränkungen für Babynahrung verwendet werden ohne es vorher abzukochen. Wenn in der eigenen Wohnung aus einem Hahn längere Zeit – zum Beispiel über Nacht – kein Wasser geflossen ist, solle man es allerdings einen Moment ablaufen lassen. Denn Armaturen könnten bei längeren Standzeiten Metalle ins Trinkwasser abgeben.
Gefahr durch alte Leitungen
Ein Restrisiko für die Wasserqualität bleibt trotzdem: Die Stadtwerke garantieren die Wasserqualität nur bis zum Hausanschluss. Sie weisen darauf hin, dass in älteren Häusern, in denen noch Bleirohre verlegt sind, die Wasserqualität beeinträchtigt sein könnte.Wer verunsichert ist, dem raten die Stadtwerke, bei einem Fachlabor eine Analyse in Auftrag zu geben. Das kostet aber Geld. Erste Anlaufstelle ist der Hausbesitzer oder die Hausbesitzerin.
Weitere Informationen:
https://www.swtue.de/wasser.html#c26309
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