Nach der Abholung verschwindet Müll nicht einfach. Je nach Abfallart wird er sortiert, recycelt, kompostiert, zu Biogas verarbeitet oder verbrannt. So können aus alten Materialien neue Produkte, Energie oder Dünger entstehen.
Wie Papier, Glas und Verpackungen recycelt werden
Papier und Karton werden nach der Sammlung sortiert, von Fremdstoffen getrennt und zu neuen Papierprodukten verarbeitet. Aus Altpapier können zum Beispiel Karton, Verpackungspapier, Toilettenpapier oder andere Papierwaren entstehen. Stark verschmutztes oder fettiges Papier lässt sich dagegen nur schwer oder gar nicht recyceln.
Glas kann besonders gut wiederverwertet werden. Es wird zerkleinert, gereinigt und eingeschmolzen. Daraus entstehen neue Glasflaschen oder andere Glasverpackungen. Wichtig ist dabei die Trennung nach Farben: Weißglas, Braunglas und Grünglas gehören in unterschiedliche Container. Werden die Farben falsch gemischt, kann die Qualität des neuen Glases schlechter werden.
Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien werden im Landkreis Tübingen im Gelben Sack gesammelt. Nach Angaben des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Tübingen gehören dort leere oder „löffelreine“ Verpackungen hinein, also Verpackungen, aus denen Essensreste entfernt wurden. Nach der Sammlung werden die Materialien sortiert. Ein Teil wird recycelt, nicht verwertbare Reste können zur Energiegewinnung genutzt werden.
Was mit Bioabfall passiert
Bioabfall ist nicht einfach nur nasser Müll. Wenn er getrennt gesammelt wird, kann er zu einem wertvollen Rohstoff werden. Nach der Abholung wird Bioabfall kompostiert oder zur Herstellung von Biogas genutzt. So können aus Küchen- und Gartenabfällen Dünger oder Energie entstehen.
Nach Angaben des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Tübingen wird die Biotonne im Landkreis alle zwei Wochen geleert, im Sommer wöchentlich. Wichtig ist, dass kein Plastik in den Bioabfall gelangt. Auch sogenannte biologisch abbaubare Kunststoffbeutel können Probleme verursachen, weil sie sich in der industriellen Verarbeitung oft nicht schnell genug zersetzen. Für Bioabfälle werden deshalb Papiertüten empfohlen. Alternativ können sie in Zeitungspapier oder Küchenpapier eingewickelt oder ohne Beutel in die Biotonne gegeben werden.
Was mit Restmüll passiert
Restmüll sind Abfälle, die nicht mehr recycelt oder als Bioabfall verwertet werden können. Sie kommen meist in Müllverbrennungsanlagen. Dort werden sie bei hohen Temperaturen verbrannt. Die entstehende Wärme kann zur Stromerzeugung oder zum Heizen genutzt werden.
Verbrennung ersetzt jedoch kein Recycling. Die Materialien gehen dabei für die Wiederverwertung verloren. Deshalb sollten Papier, Glas, Verpackungen und Bioabfälle nicht im Restmüll landen, wenn sie getrennt gesammelt und weiterverwertet werden können.
Warum Recycling wichtig für die Umwelt ist
Recycling sorgt dafür, dass Materialien nicht schon nach einmaliger Nutzung verloren gehen. Papier, Glas, Metall und viele Kunststoffverpackungen können wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Dadurch werden Rohstoffe geschont, Energie gespart und weniger Abfälle verbrannt. Richtiges Recycling hilft auch beim Klimaschutz, weil dadurch weniger neue Rohstoffe benötigt und bei der Herstellung neuer Produkte Energie und Treibhausgase eingespart werden können.
Nach Angaben des Umweltbundesamtes hilft richtige Mülltrennung dabei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. Je sauberer die Abfälle getrennt sind, desto größer ist die Chance, dass sie tatsächlich recycelt werden können.
Wenn Abfälle falsch getrennt werden, wird Recycling schwieriger oder unmöglich. Plastik in der Biotonne kann Kompost verunreinigen, fettiges Papier stört die Altpapierverwertung, und falsch sortiertes Glas verschlechtert die Qualität des recycelten Materials. Mülltrennung ist deshalb nicht nur eine Alltagsregel, sondern der erste Schritt, damit Abfall wieder zu einem Rohstoff werden kann.
Informationen zur Abfalltrennung, zur Biotonne, zum Gelben Sack und zu Sammelstellen im Landkreis Tübingen gibt es beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Tübingen (https://www.abfall-kreis-tuebingen.de/entsorgen/welche-abfaelle-habe-ich/). Dort sind auch der Abfallkalender und das Abfall-ABC zu finden.
Weitere Informationen:
https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/richtiger-muelltrennung-ressourcen-schonen-umwelt
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